Freitag, 1. August 2008

Abschied

Am Donnerstag hatte ich meinen letzten Arbeitstag ...



In diesem Jahre habe ich viel gelernt, erlebt und gemacht:
- meine molekularbiologischen Kenntnisse haben sich stark verbessert (was ja auch der Sinn des ganzen war)
- mein Englisch ist nun viel besser und ich habe keine Schwierigkeiten mehr den Redefluß der GilmorGirls auf englisch zu verfolgen (obwohl ihre Sprachgeschwindigkeit beherrsche ich noch nicht)
- ich habe viele Freunde gewonnen, und diese Freundschaften werde ich ein Leben lang pflegen, weil ich diese nie wieder missen möchte (dafür musste ich jedoch der Sekte "Facebook" beitreten, ein Preis den ich bereit bin zu bezahlten :o)
- zwischenmenschliches habe ich auch viel gelernt, nicht nur positives aber gerade diese Erfahrungen waren eine der wertvollsten für mich.
- ich bin jetzt wesentlich härter im Nehmen, wenn es darum geht Gas- und Strom bei einer Firma an- und abzumelden. Das Gelingen beider Vorhaben hatte schon fast historischen Wert.
- wir sind viel gewandert dieses Jahr
- wir haben viel von diesem wunderschönen Land gesehen
- wir haben über 3000 Fotos dieses Jahr gemacht
- wir haben das Cider für uns entdeckt
- mein Musikgeschmack hat sich gewandelt
- ich besitze jetzt ein paar neue coole T-Shirts
- ich hatte meinen ersten richtigen Rausch und weiß jetzt, dass ich nichts versäumt habe, weil ich diese Erfahrung nicht schon früher hatte. Auch habe ich gelernt, versuche nie mit jemanden mitzuhalten, der ohne Probleme zwei LongIslandIceTeas trinkt und danach erst richtig loslegt.

Auch die Einstellung der Schotten zum Wetter ist eine Lebensphylosphie, die ich dieses Jahr übernommen habe.

"Scotland doesn't have a climate, just weather!"

Scotland only has two seasons, July and Winter!"

"If you don't like the weather in Scotland, just wait five minutes or move five miles, and you'll get different weather."

The weather here is rarely extreme, but can be extremely changeable .. dieses weißen Satz habe ich entdeckt, als ich mich vor einem Jahr über das Wetter in Schotland informiert habe, und er ist nur allzu wahr.

An negatives kann ich mich gerade nicht mehr erinnern ... es lebe die Verdrängung und der süße Abschiedsschmerz.

So long
Dagmar